Weißt Du wirklich genug über das ayurverdische Superfood Curcumin?

Curcumin oder Kurkuma (eng.: Turmeric) sind in aller Munde. Wortwörtlich. Supermärkte stocken ihre Regale auf und bei Chefkoch, Instagram und Pinterest sorgen Kurkuma Rezepte (wie der beliebte "Kurkuma Latte") für Likes und Shares.

Oftmals in der ayurvedischen Medizin aufgegriffen, wird es das "gesündeste Gewürz der Welt" oder "Gewürz des Lebens" betitelt und erregt somit selbstverständlich viel Aufmerksamkeit. Als ein Team aus Chemikern und Ernährungswissenschaftlern können wir von ActiNovo so eine Pauschalisierung nicht einfach stehen lassen.

Was der Unterschied zwischen Curcumin und Kurkuma ist, wie die Wirkstoffe aufgenommen werden können, und ob es wirklich so gesund ist wie es der Heilpflanze nachgesagt wird, haben wir für Euch zusammengefasst:
Jetzt weiterlesen und unsere 5 Fakten rund um Kurkuma mitnehmen.

  Inhalt

  1. Was ist Kurkuma?
  2. Was ist der Unterschied zwischen Curcumin und Kurkuma?
  3. Wieso wird Kurkuma mit Piperin kombiniert?
  4. Was ist die richtige Dosierung?
  5. Wie wirkt Curcumin im Körper?
  6. Fazit

1. Was ist Kurkuma?

Redet man von Kurkuma oder Curcuma (eng.: Turmeric), ist die komplette krautige Pflanze gemeint, welche als Wurzelgewächs in Wuchshöhen bis zu 1 Meter wächst. Kurkuma erinnert als Pflanzenart der Ingwergewächse stark an das Gewürz Ingwer, weswegen auch die Bezeichnungen Gelbwurz, indischer Safran oder Gelber Ingwer verbreitet sind.

Die Kurkuma-Pflanze liebt das warme Klima, da sie aus Südostasien kommt. Als Gewürz in der Küche wird Kurkuma vor allem in der indischen Küche und ayurvedischen Heilkunst verwendet. Hierzu wird meist die Wurzel der Pflanze gemahlen, um ein Pulver zu erzeugen, welches Speisen zugemischt werden kann.

Dieses Rhizom (Wurzelstock)[2] ist durch den Inhaltsstoff Curcumin in ein intensives Gelb eingefärbt. Dies ist dann das gelbe Pulver mit dem die Meisten von uns als Gewürz in Kontakt kommen.

2. Was ist der Unterschied zwischen Curcumin und Kurkuma?


Curcumin ist ein sekundärer Pflanzenstoff aus der Wurzel des Ingwergewächses Kurkume (Curcuma longa)[1]. Das klingt erstmal kompliziert. Eigentlich bedeutet dies bloß, dass es sich um ein organisches Molekül handelt, das in der Pflanze spezielle Aufgaben erfüllt.

Curcumin ist ein gelbes Pigment, welches auch als Lebensmittel-Farbstoff (E100) Verwendung findet. Daher sind seine Spuren in vielen Lebensmittelgruppen zu finden. Am ehesten kennen wir es wahrscheinlich als Currygewürz.

Zusammen mit den Molekülen Demethoxycurcumin, Bisdemethoxycurcumin und Cyclocurcumin gehört es zu den Curcuminoiden, den aktiven polyphenolischen Verbindungen aus Kurkuma.

Kurkuma enthält neben ätherischen Ölen, Mineralien und Fasern bis zu 5% Curcuminoide[3].    

Die Anwendung des sekundären Inhaltsstoffes Curcumin ist ähnlich zu anderen Gewürzen das Färben und Würzen von Mahlzeiten, doch es werden auch weitere positive Eigenschaften nachgesagt, welche gesundheitsfördernde Wirkungen versprechen. Aus diesem Grund werden die Curcuminoide auch extrahiert und konzentriert, um in hoher Dosierung bei klinischen Studien untersucht zu werden. Dieser extrahierte Aktivstoff hat jedoch nur wenig mit der eigentliche Kurkuma-Pflanze zu tun.

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3. Wieso wird Kurkuma mit Piperin kombiniert? 


Die potenziellen, gesundheitlichen Vorteile von dem in der Pflanze enthaltenen Stoff Curcumin sind durch:
  • seine schlechte Löslichkeit
  • die geringe Aufnahme aus dem Darm
  • den schnellen Stoffwechsel 
  • und die schnelle, systemische Ausscheidung begrenzt. 
Besonders bei der Einnahme herkömmlicher Kurkuma-Pulver ist diese geringe Bioverfügbarkeit[4] maßgeblich.   
Vielen Produkten wird daher der natürliche Bioenhancer Piperin zugesetzt.

Was ist Piperin?

Piperin ist ein Aktivstoff aus langem Pfeffer. Es stellt den best- und erstbeschriebenen Bioenhancer dar. Ein Stoff, der die Aufnahme oder Wirkung anderer Moleküle verstärken kann. Seit seiner Entdeckung 1979 in Indien wurde eine durch Piperin erreichte Erhöhung der Bioverfügbarkeit verschiedener Medikamente im Bereich zwischen 30 und 200% nachgewiesen. Durch die gemeinsame Einnahme wird die Wirkung von Kurkumin annähernd verzehnfacht[5].

Was sind Liposomen?

Ein Verschmelzung (Emulsion) mit anderen wasserunlöslichen Stoffen z.B. Fetten in Form von Liposomen können die Aufnahme von Curcumin verbessern. Wir nennen dies unser „trojanisches Pferd“. Diese funktionale Nanokörper aus Phospholipiden docken mit ihrer fettlöslichen Doppelmembran an die Zellen im menschlichen Körper an und übertragen die Wirkstoffe direkt in die Blutbahn. Während die meisten Inhaltsstoffe einfach durch den Verdauungstrakt ausgeschieden werden, können Liposomen als körpereigene und wichtige Zellen einfach angedockt werden. Somit kann durch natürliche Mechanismen die Aufnahme im Körper erhöht werden[6],[7]. Liposomales Curcumin ist daher eine noch effizientere Aufnahme der wirksamen sekundären Pflanzenstoffe der "Curcuma longa" bieten.

4. Was ist die richtige Dosierung?


Die Europäische Lebensmittel Sicherheitsbehörde EFSA empfiehlt maximal 3 mg Curcumin pro Tag und Kilogramm Körpergewicht[9]. Bei 70 kg Körpergewicht ergibt dies 210 mg pro Tag.
Curcumin hat einen präventiven bzw. Langzeiteffekt und sollte deshalb entweder ein fester Bestandteil in der regelmäßigen Nahrung oder über längere Zeit in normalen Dosen als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.
Wegen der geringen Bioverfügbarkeit wird Curcumin am besten in Kombination mit Pfeffer, Fett oder als fertige Emulsion (beispielsweise Liposomale Formulierung) eingenommen[8].
Liposomale Formulierungen brauchen diesen Pfefferaroma Zusatz nicht, da eine maximale Bioverfügbarkeit und somit Nährstoffaufnahme der Wirkstoffe durch die Liposomen gewährleistet wird.

5. Wie wirkt Curcumin im Körper?


Wie den meisten sekundären Pflanzenstoffen wird auch Curcumin zahlreiche positive Wirkungen zugesprochen.

Dem ayurvedischen Superfood wird nachgesagt, dass es ein Heilmittel sei. So beschreiben manche Personen die Anwendung von Curcumin u.a. als schmerzlindernd, entzündungshemmend und antibakteriell. In der evidenzbasierten und westlichen Medizin sind diese Effekte jedoch noch nicht bestätigt. 

Für Curcumin wurden jedoch deskriptiv verschiedene antioxidative Eigenschaften beschrieben[10]. Oxidation ist ein schleichender Prozess. Sie kann durch verschiedene Faktoren wie Schlafmangel, Rauchen, Alkoholkonsum aber auch Infektionen verstärkt werden und Zellstrukturen schädigen. Einige Ergebnisse lassen vermuten, dass Curcumin die Aktivität von antioxidativen Enzymen unterstützt[11],[12],[13]. 

Außerdem wird in der Forschung ein antiinflammatorischer Effekt (also: eine entzündungshemmende Wirkung) untersucht[14]. Dieser antiinflammatorische Effekt kann durch die Rolle als Antioxidans erklärt werden. Denn Immunzellen kommunizieren in Entzündungsherden über oxidative Signale[15]. Auf der anderen Seite, soll ein hohes Level oxidativer Moleküle in der Lage sein, Entzündungsreaktionen zu fördern. So werden systemische Entzündungen mit verschiedenen chronischen Symptomen in Verbindung gebracht. 

Da Curcumin antioxidativ wirkt, könnte auch ein antiinflammatorischer Effekt erfolgen, welcher chronische Entzündungen hemmt. 

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Können auch Sportler von der Einnahme von Curcumin profitieren? 


Die entzündungshemmenden Wirkungen der Heilpflanze hat auch in der Sportwelt ihre Daseinsberechtigung. Besonders durch hartes, schweißtreibendes Training entstehen freie Radikale, die zu oxidativem Stress führen können. Das Superfood dient hier als Radikalfänger und Unterstützer bei Muskelkater. Auch in Studien wurde der Einfluss von Curcumin bei Sportlern untersucht [16]. Entzünden sich diese Mikrorisse folgt der Muskelkater. Um nicht allzu lange von den Beschwerden ausgebremst zu werden, kann Curcumin Abhilfe schaffen. Studienergebnisse lassen darauf schließen, dass die Einnahme Muskelschäden reduzieren, sowie die Symptome von Muskelkater signifikant verbessern kann [17]. Das erlaubt Deinem Körper kürzere Erholungspausen und intensivere Einheiten. 

Und sogar zur Behandlung von degenerativen Gelenkveränderungen mit Knorpelabbau kann Curcumin herangezogen werden. In Studien konnte dabei eine effektive Wirkung zur Linderung der Beschwerden nachgewiesen werden [18]. 

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[1] https://www.spektrum.de/16072.
[2] https://www.spektrum.de/71124.
[3] Uniklinik-freiburg.de. 
[4] Bioavailability of curcumin: problems and promises. Anand P, Kunnumakkara AB, Newman RA, Aggarwal BB Mol Pharm. 2007 Nov-Dec; 4(6):807-18. 
[5] Shaikh J, Ankola DD, Beniwal V, Singh D, Kumar MN. Nanoparticle encapsulation improves oral bioavailability of curcumin by at least 9-fold when compared to curcumin administered with piperine as absorption enhancer. Eur J Pharm Sci. 2009;37:223–230.
[6] Cuomo u. a.: Comparative absorption of a standardized curcuminoid mixture and its lecithin formulation. In: J Nat Prod. 74(4), 25. Apr 2011, S. 664–669. PMID 21413691.
[7] N. K. Gupta, V. K. Dixit: Bioavailability enhancement of curcumin by complexation with phosphatidyl choline. In: J Pharm Sci. 100(5), Mai 2011, S. 1987–1995. PMID 21374628.
[8] Hewlings, Susan J, and Douglas S Kalman. “Curcumin: A Review of Its' Effects on Human Health.” Foods (Basel, Switzerland) vol. 6,10 92. 22 Oct. 2017, doi:10.3390/foods6100092.
[9] efsa.onlinelibrary.wiley.com/.
[10] Sahebkar A., Serbanc M.C., Ursoniuc S., Banach M. Effect of curcuminoids on oxidative stress: A systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials. J. Funct. Foods. 2015;18:898–909. doi: 10.1016/j.jff.2015.01.005.
[11] Lipid, blood pressure and kidney update 2013. Banach M, Serban C, Aronow WS, Rysz J, Dragan S, Lerma EV, Apetrii M, Covic A Int Urol Nephrol. 2014 May; 46(5):947-61.
[12] Antioxidant and anti-inflammatory properties of curcumin. Menon VP, Sudheer AR Adv Exp Med Biol. 2007; 595():105-25.
[13] Mitigation of Systemic Oxidative Stress by Curcuminoids in Osteoarthritis: Results of a Randomized Controlled Trial. Panahi Y, Alishiri GH, Parvin S, Sahebkar A J Diet Suppl. 2016; 13(2):209-20.
[14] https://campus.uni-saarland.de.
[15] Biswas SK, Oxid Med Cell Longev. 2016; 2016():5698931.
[16] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24165958
[17] https://faseb.onlinelibrary.wiley.com/doi/abs/10.1096/fasebj.31.1_supplement.lb766
[18] https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24853120